Brauweiler. Wer schon einmal im Hochsommer an einer Sahara-Expedition teilgenommen hat, kann erahnen wie sich die Turnerinnen bei den Landesfinalwettkämpfen in Bonn-Tannenbusch gefühlt haben.
Nach zwei Qualifikationsrunden auf Turnverbands- und
Turngauebene hatten sich acht Turnerinnen vom TuS Brauweiler
für die Landesfinalwettkämpfe Gerätturnen weiblich
(Pflichtübungen) qualifiziert und stellten damit zwar nicht
die größte Gruppe der teilnehmenden Vereine, aber
dafür war die Ausbeute aller Ehren wert. Geturnt wurde im
Pflichtübungsmodus an den vier olympischen Geräten
Sprung, Stufenbarren ebenso wie Balken und Boden sowie gegen die
mörderische Hitze in der Schulturnhalle.
Gleich alle vier Geräte gewann in der Einzelgerätewertung
die quirlige Melis Alp im Jahrgang 1997/1998
und wiederholte damit auch ihren Erfolg aus den beiden Vorjahren.
Lediglich Jana-Lisa Rother, ebenso aus den Reihen
der Schwarz-Weissen, konnte mit ihrer Freundin mithalten. Nur am
Balken ließ Jana-Lisa sich den zweiten Platz in der
Geräteeinzelwertung mit 0,05 Punkten Rückstand abnehmen.
Das tat der Freude über die beiden obersten Podestplätze
jedoch keinen Abbruch. Melis erturnte 65,70 Punkte, Jana-Lisa
schaffte 64,70 Punkte, was einen veritablen Vorsprung von 2,35
Punkte auf Platz drei bedeutete. Statt ihren Geburtstag im
Schwimmbad zu feiern, schwang sich in derselben Altersklasse
Julia Greis an ihrem Freudentag ebenfalls an
die Geräte. Mit einem sehr guten 19. Platz (58,80 Punkte) von
immerhin 39 Starterinnen machte Sie sich selbst ein schönes
Geburtstagsgeschenk.
Bei den jüngsten Teilnehmerinnen in der Altersklasse 2001/2002
bestach Amelie Heim mit sehr guten
Leistungen. Immer in Kontakt zu den begehrten
Treppchenplätzen, turnte sie nahezu fehlerfrei. Mit nur 0,60
Punkten Rückstand zur Bronzemedaille reichte es
schließlich zu Rang 6 (57,10 Punkte) und zur Gewissheit, dass
eine Steigerung zu den Qualifikationswettkämpfen immer
möglich ist. Schließlich waren in dieser Alterklasse auch
39 Turnerinnen aus dem gesamten Rheinland am Start.
Den Großteil der Gegnerinnen ließen auch Lotta
Döttelbeck und Franziska
Gießler hinter sich. In ei-nem Teilnehmerfeld
von 40 Gleichaltrigen schrammte auch Lotta nur knapp am Treppchen
vorbei. 1,15 Punkte fehlten schließlich am Ende des Tages.
Position 7 mit 60,60 Punkten stand schließlich auf dem
Wertungszettel. Franziska, die auch am Wettkampftag ihren
Geburtstag beging lief es auch
"geburtstagsmäßig". Freuen konnte sie sich in
der Altersklasse 1999/2000 über Rang 13 und sehr guten 59,15
Punkte.
Komplettiert wurde das erfolgreiche Landesfinale schließlich
durch die kampfstarke Katharina Sternal, die trotz
der starken Konkurrenz und des wirklich sehr frühen
Wettkampfbeginns völlig ausgeschlafen wirkte. 64,65 Punkte und
Rang sieben verdienen ein großes Lob. Mit ihrer
Stufenbarrenübung erzielte sie in der altersoffenen Klasse in
der Einzelgerätewertung Platz 2.
Insgesamt kann sich die Bilanz der Schwarz-Weissen mehr als sehen
lassen. Nun, nach den erfolg-reich geturnten Wettkämpfen der
letzen Wochen, haben sich alle Sportlerinnen und das
Trainerge-spann eine kurze Erholungspause in den Ferien verdient.
Weiter geht es im Spätsommer mit den Mannschafts- und
Ligawettkämpfen.
