Urlaubszeit, Reisezeit, Autobahnzeit: Über 70 Prozent der Deutschen machen Urlaub in Deutschland oder im nahen Ausland. Was heißt: Es geht für viele auf lange Autobahnstrecken. Mit Vorausschau und Tricks kann man sich das Fahren auf unseren Schnellstraßen erleichtern.
Zum richtigen Zeitpunkt reisen Verkehrsreiche
Wochenenden sowie den kritischen Freitagnachmittag und den
Montagvormittag meiden. Denn dort treffen eilige Berufsfahrer auf
weniger routinierte Urlauber. Dienstag oder Mittwoch sind als
Reisetage besser. Hotels und Ferienwohnungen lassen sich bei
frühzeitiger Anmeldung auch anders als von Samstag zu Samstag
buchen.
Auto vor Reise reinigen Ein sauberes, auch
innen gepflegtes Auto macht mehr Freude. Penibel von innen und
außen gereinigte, von Insekten und Blütenstaub befreite
Scheiben verbessern die Fahrsicherheit.
Vor der Fahrt preiswert voll tanken Der
volle Tank lässt einem die Freiheit, Pausen nach Bedarf und
Laune und nicht nach Tankfüllung zu machen. Wer Zeit hat, kann
abseits der Autobahn deutlich preiswerter tanken als an den teuren
Autobahn-Tankstellen. Infos dazu unter www.adac.de, Tanken auf Reisen.
Frühzeitig Pausen
einlegen Raststätten und Rastplätze gibt es
auf unseren Autobahnen genug. Öfters mal anhalten, frische
Luft tanken, Beine vertreten, Streckübungen machen, Auto
durchlüften, Toiletten aufsuchen. Auch wenn das (häufig)
70 Cent kostet, 50 Cent davon kann man an den (leider teuren)
BAB-Tankstellen gegen Ware einlösen.
Selbst preiswerter verpflegen In einer
kleinen Kühltasche lassen sich Getränke, selbst
geschmierte Brote und Obst leicht unterbringen. Besonders mit
Mineralwasser verhindert man, dass der Körper abbaut und die
Konzentration nachlässt.
Route mit Ausweichstrecken planen Wer kein
Navigationssystem hat, sollte Kartenmaterial an Bord haben und auf
die Verkehrsdurchsagen achten. Beim Navi die Verkehrsmeldungen auf
der gesamten Route abfragen. Oft hilft eine frühzeitige
Kursänderung, um Staus zu vermeiden. Viele Navis schlagen
Stau-Umfahrungen sogar vor.
Lieber eine längere Strecke - auch über Landstraßen
- rollen, als in einem endlosen Stau nervös zu werden.
Versetzt fahren Im dichten Berufsverkehr
und bei hohem Verkehrsaufkommen bilden sich oft dichte Kolonnen. Um
den Verkehr zu beobachten, immer etwas versetzt fahren und an den
Vorderleuten vorbei schauen. So kann man früher bremsen.
Durch Drängler nicht verrückt machen
lassen Leider ist es eine Unsitte, dem Vordermann
durch dichtes Auffahren zu signalisieren, "mach doch mal
schneller oder mach Platz." Nicht nervös werden, bei
Kolonnenfahrt genügend Platz zum Vordermann lassen und ruhig
weiterrollen. Bei der nächsten Lücke den Drängler
vorbei lassen. Übrigens: Bei dichtem Verkehr kommt man
häufig auf der mittleren oder rechten Spur (zwischen den LKW)
gleich schnell voran, ohne dauernd auf das hektische Beschleunigen
und Bremsen auf der linken Spur reagieren zu müssen. Zudem: es
gilt auf unseren Autobahnen immer noch das Rechtsfahrgebot.
Mein persönlicher Tipp für die Autobahn: Gelassen bleiben, sich nicht über Super-Eilige oder Schleicher aufregen. Wenn mir einer der Autofahrer im dichten Kolonnenverkehr auf den Geist geht, dann halte ich an der nächsten Raststätte an, mache eine kurze Pause und lasse den unangenehmen Zeitgenossen fahren.




