Von Jan L. Dahmen
"Unser Ziel ist es, eine auf Dauer angelegte Organisation zu schaffen, die vom restlichen Caritasbetrieb unabhängig und separiert ist", erklärte Georg Falterbaum, der Vorstandsvorsitzende der Caritas für den Rhein-Erft-Kreis.
Falterbaum hatte das Amt am 1. November als Nachfolger von
Arnold Biciste übernommen. Zuvor war der gebürtige
Kölner Geschäftsführer der Cartias
Schleswig-Holstein.
Vor allem auf schnelle Hilfe komme es bei der neu gegründeten
Stiftung an, betonte Vorstandsmitglied Heinz-Udo Assenmacher. An
der Spitze steht ein dreiköpfiges Kuratorium. "Im
Einzelfall können wir uns 'kurzschließen' und
schnell und unbürokratisch helfen!" Das könnten dann
zum Beispiel ein paar Fußballschuhe sein für einen
Jungen, der sonst nicht im Verein mitspielen könnte. Oder eine
Erstausstattung für eine Mutter, die wegen häuslicher
Gewalt die bisherige Wohnung verlassen musste. Bis in solchen
Fällen Geld aus dem Bildungs- und Teilhabepaket fließe,
dauere es oft "Wochen und Monate", so Assenmacher.
Mit dem vorhandenen Stiftungskapital seien die Möglichkeiten
begrenzt, hieß es von Seiten der Caritas. Man hoffe sowohl auf
Zustiftungen als auch auf Spenden von Privatleuten und Unternehmen.
Zustiftungen bleiben zusam¬men mit dem Stiftungskapital
erhalten. Nur die Erträge fließen in die soziale Arbeit,
erklärte Thomas Hoyer, Abteilungsleiter beim Diözesan
Caritasverband. Spenden könnten unmittelbar ausgegeben werden.
"Sie wirken dann aber nicht so nachhaltig." Eine
Stiftung, zitierte Hoyer den Kölner Weihbischof Dr. Heiner
Koch, "ist hingegen wie ein Leuchtturm in die
Zukunft!"
INFOS: Caritas Stiftung
Infos für Stiftungsinteressierte gibt es beim
Vorstandsbüro: Telefon: (02233) 799011.
Stiftungskonto: CaritasStiftung im Erzbistum Köln,
Kreissparkasse Köln, BLZ 370 502 99 - Kto.-Nr. 371 674
Online-Info und Spenden: www.caritas-rhein-erft.de

