Ein Abschiedsfest der fröhlichen Art

Dr. Rudolf Reinsch verlässt die Schule an der Jahnstraße

Brauweiler (bn). Nach 22 Jahren sagt Dr. Rudolf Reinsch Adieu. Mit einem großartigen Festakt ist der Leiter der Schule an der Jahnstraße in Brauweiler in den Vorruhestand verabschiedet worden. Seit April 1990 hatte der Rektor die Geschicke der Schuleinrichtung gelenkt. Wichtige Pilotprojekte, wie die Entwicklung der Schule zum Kompetenzzentrum Sonderpädagogischer Förderung, wurden in dieser Zeit auf den Weg gebracht. Viel Zeit für Wehmut ließ die Überraschungsfeier allerdings nicht zu. Sie erfüllte nämlich den wichtigsten Wunsch des Scheidenden: Lustig sollte sie sein.
Und so wurde das wohl gehütete Schulgeheimnis vergangenen Freitag schließlich gelüftet. Kollegium und Schüler überraschten Reinsch in der Schulturnhalle mit einer persönlichen Ausgabe der beliebten TV-Unterhaltungsshow "Wetten, dass?", ganz stilecht mit großer Kulisse, Spielwetten, Gästecouch und Gummibärchen. Und ganz wie beim großen Vorbild im Fernsehen waren die Wetten der Schüler die Highlights. Ein Bobby-Car-Staffel-Rennen gegen die Lehrer, Gedächtnisleistungen beim Erraten der korrekten vierstelligen Schul-Raumnummern, oder das schnelle Aufstellen von 50 Büchern für einen Dominosteineffekt unterhielten das Publikum. Auch die obligatorische Musikeinlage der Show wurde von den Schülern mit einem Abschieds-Rap bestritten.
Zwischen den Spielen nahmen Schul-V.I.P's wie Schulrätin Hedwig Imhoff, oder Schuldezernent Florian Herpel auf der Gästecouch platz. Das Moderatoren-Duo Stefanie Iks und Gregor Palm kam neben beruflichen Wegmarken aber auch persönlichen Aspekten auf die Spur. Reinsch, Inhaber des Kölsch-Diploms, habe neben seiner Tätigkeit als Sport- und Physiklehrer auch die schuleigene Mofa-AG geleitet. Dort habe er unzähligen Jugendlichen geholfen, die Prüfung zum Mofaführerschein zu bestehen. In seiner Freizeit verfolgt Reinsch, fußballerischer Linksfuß wie die Großen Overath, Lottner und Poldi, als FC-Mitglied die wechselvollen Geschicke seines Clubs, oder geht seiner Leidenschaft für Schiffsreisen nach.
So dankte Rudolf Reinsch den Veranstaltern schließlich nicht nur für die Feier: Besonderer Dank galt der langjährigen Unterstützung in der täglichen Arbeit durch das Kollegium, dem Verein "Ganztag in Pulheim (GIP)" und den vielen ehrenamtlichen Helfern. "Von deren Einsatz und Fachkompetenz konnte auch ich immer profitieren. Und weil dadurch auch Arbeit abgenommen wurde, konnten wir uns immer auf das Wesentliche konzentrieren. Wir sind auf einem guten Weg, eine Schule für alle zu entwickeln. Die ersten Schritte hierfür sind getan, aber es ist noch ein langer Weg." Ein Weg, der von Reinsch auch nach seinem Ausscheiden am 31. Januar weiter begleitet wird, wenn auch an anderer Stelle. Reinsch wird seine praktische Erfahrung in eine Arbeitsgruppe des NRW-Schulministeriums einbringen, die Fortbildungsworkshops für Lehrer anbietet.

Letzte Änderung: Dienstag, 31.01.2012 13:45 Uhr

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